Zur heute von der NRW-Landesregierung vorgestellten Initiative zum Aufbau einer Datenbank zum Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:
Es ist gut, das Nordrhein-Westfalen diese Initiative jetzt startet. Wir brauchen endlich Transparenz bei der Antibiotikavergabe, damit Missbrauch und massiver Einsatz zeitnah geahndet werden können. Leider ist die NRW-Landesregierung nach geltender Rechtslage darauf angewiesen, dass Tierärzte und Landwirte die Daten freiwillig einspeisen: Denn Ilse Aigner weigert sich weiterhin, die gesetzlichen Grundlagen für eine zentrale Datenbank zu schaffen, in der jede Verschreibung bei Nennung von Tierarzt und Landwirt zeitnah erfasst wird und den Landeskontrollbehörden zugänglich ist.
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Weil Aigner nicht handelt: NRW startet Datenbank für Antibiotika
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Aigners Maßnahmenpaket ist Flickschusterei
Zum heute vom Landwirtschaftsministerium vorgestellten Maßnahmenpaket gegen Antibiotikaresistenzen erklären Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:
Mit den heute vorgestellten Änderungen werden wir im besten Fall in den nächsten Jahren immer noch an der gleichen Stelle stehen wie heute. Ministerin Aigner versucht wieder einmal die vielen Lücken im System zu flicken, anstatt grundsätzliche Änderungen zu wagen. Die Bundesregierung läuft mit ihrem Vorgehen den Entwicklungen bei der Antibiotikavergabe ständig hinterher. Doch nur wenn sie mit ihren Maßnahmen das System der Massentierhaltung verlässt, wird sie den massiven Einsatz von Antibiotika wirksam bekämpfen können. |
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